Wie «gut» verhalten sich die Besucher und Besucherinnen auf dem Gurnigel?

Verhalten in der Natur

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Mit einer grossen Besucherumfrage auf dem Gurnigel wollten wir das Verhalten von Freizeitgästen im Naturpark Gantrisch besser verstehen. Im Interview erklärt Dr. Roger Bär von der Universität Bern, welche wichtigen Erkenntnisse die Studie geliefert hat. Zudem zeigt er auf, wie wir die Sensibilisierungsarbeiten in Zukunft wirkungsvoller gestalten können.

Herr Bär, wissen die Besucherinnen und Besucher, wie sie sich im Winter auf dem Gurnigel verhalten sollen?

Noch zu wenig. Viele Personen wissen zum Beispiel nicht, ob sie sich in einer Wildruhezone aufgehalten haben und welche Verhaltensvorschriften in solchen Zonen gelten. Vergleichsweise wenig bekannt sind auch die nicht gesetzlich vorgeschriebenen Empfehlungen, wie zum Beispiel das «Meiden von Waldrändern» zum Schutz von Wildtieren im Winter.

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In allen Fällen ist die Besucherinformation vor Ort wichtig.

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Wie gross ist die Bereitschaft, das Verhalten zugunsten der Natur zu verändern?

Das Interesse am Naturschutz und die Bereitschaft, das Verhalten gegebenenfalls zu verändern, ist glücklicherweise bei den meisten Besucherinnen und Besuchern gross. Bei diesen Personen kann durch Sensibilisierungsarbeiten auf die relevanten Probleme aufmerksam gemacht und eine nachhaltige Verhaltensänderung erzielt werden.

Wie können wir Personen lenken, welche keine Bereitschaft zeigen sich zu ändern?

Für Personen, welche kein Interesse am Thema haben, sind andere Vorgehensweisen wirksamer. Einerseits können das subtile Methoden sein, wo die Leute durch alternative Anreize zur Verhaltensänderung bewogen werden, ohne den Naturschutz explizit in den Vordergrund zu stellen. Andererseits können es Kontrollen und die rechtliche Durchsetzung von geltenden Regeln sein.

Infografik zum Wildschutz
Infografik zu den Ergebnissen der Besucherumfrage

Was ist eine wichtige Erkenntnis aus der Umfrage?

Viele Besucher und Besucherinnen informieren sich nicht proaktiv vor dem Besuch auf dem Gurnigel. Sie begründen dies damit, dass sie das Gebiet bereits kennen oder spontan unterwegs waren. In beiden Fällen ist die Besucherinformation vor Ort wichtig.

Foto von Dr. Roger Bär
Roger Bär, Portrait CDE. © Manu Friederich

Dr. Roger Bär

Er unterstützt die Berner Pärke aus wissenschaftlicher Sicht bei der Umsetzung von Massnahmen zur Sensibilisierung und zum Besuchermanagement. Dies geschieht im Rahmen des Projekts «Naturparkstationen Berner Pärke» der Wyss Academy for Nature.

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