Auch im Jahr 2025 hat sich der Naturpark Gantrisch gemeinsam mit vielen engagierten Partnerinnen und Partnern eingesetzt, damit unsere intakte Landschaft erhalten und die Lebensgrundlage für gefährdete Tier- und Pflanzenarten gesichert bleibt.
360 Personentage im Natureinsatz
Insgesamt wurden 360 Personentage in Naturpflegeeinsätzen geleistet. Davon flossen 150 Personentage in das Entbuschen von Flachmooren, Hochmooren und Alpweiden. Besonders aktiv waren Firmen, Vereine und Schulklassen. Ein Highlight war der inklusive Pflegeeinsatz «Unbeschränkt» im Bannholz, bei dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam anpackten. Weitere 150 Personentage wurden für Heckenpflege, Kleinstrukturen und Waldrandaufwertungen eingesetzt, 50 Personentage für die Neophytenbekämpfung.


Moorschutz und Schwentgeissen
Das Projekt Schwentgeissen hat sich etabliert – auf der Alp Rossboden zeigen Satellitenbilder bereits deutliche Erfolge durch die Beweidung mit 19 Capra Grigia-Ziegen. Für das Hochmoor Gägger liegt die Baubewilligung vor: Auf 7’500 m² soll der ehemalige Hochmoorbereich wiedervernässt werden.
Neue Lebensräume für bedrohte Arten
Im Rahmen eines vierwöchigen Zivildiensteinsatzes entstanden an Sense und Schwarzwasser neue Wildhecken mit 325 Sträuchern, über 20 Kleinstrukturen und dutzende temporäre Kleingewässer. Die neu angelegten Tümpel für die gefährdete Gelbbauchunke wurden gut angenommen. Beim Schlingnatter-Monitoring konnten erneut sieben adulte Individuen nachgewiesen werden.


Lebendiges Gürbetal
Ein Meilenstein war der Start des Projekts «Lebendiges Gürbetal». Acht Gemeinden haben gemeinsam mit dem Naturpark individuelle Aktionspläne zur Biodiversitätsförderung erarbeitet. Ab 2026 startet die Umsetzung mit einer Roadshow, Gartenkursen und dem Spiel «Jeder Quadratmeter zählt».
Der Projektbericht 2025 zeigt: Der Erhalt unserer Natur- und Kulturlandschaft ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Dank dem Engagement vieler können wir Lebensräume schützen und unsere Landschaft für kommende Generationen bewahren.