Depot des Museums für Kommunikation – Moderne Baukultur in Mamishaus

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Im Depot des Museums für Kommunikation (MFK) wird vieles für die Nachwelt aufbewahrt: vom Briefkasten über die Postkutsche bis zur alten Leuchtreklame. Die Anforderungen an die Lagerung solcher moderner «Artefakte» sind hoch: Doch statt High-Tech setzte man in Mamishaus auf Low-Tech.

Aspekt der Baukultur: Klima über allem

Leitbild beim Depot des Museums für Kommunikation (MFK) ist die Dauerhaftigkeit. Die Artefakte im Depot sollen für viele kommende Generationen erhalten bleiben. Doch wie konzipiert man ein Gebäude für die Ewigkeit? Richtig – möglichst einfach. Zentral dabei ist die Dachkonstruktion: Sie spendet Schatten und lässt zugleich genug Luft zirkulieren, damit das Gebäude atmen kann. Darunter liegt ein Unterdach aus roh gesägten Weisstannenbrettern – das Holz nimmt die Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab und reguliert so auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit. Auf dem Dach wird Solarenergie produziert, während die Wände so gedämmt sind, dass sie während des Winters im Süden und Westen die Wärme der Sonne einfangen. Und im Innern sorgt die träge Masse des Bodens dafür, dass das Klima stets im Gleichgewicht bleibt – kühl im Sommer, angenehm temperiert im Winter. So kann davon ausgegangen werden, dass das Depot langfristig seiner Funktion gerecht wird – auch in einer unsicheren Energiezukunft. Das Museum wurde 2015 mit dem Prix Lignum in Gold ausgezeichnet.

Eine besondere Geschichte

Wer erinnert sich noch an den «Märlitisch»? Bis um die Jahrtausendwende mussten Einzahlungen auf der Post gemacht werden – langweilig war das für die Kinder. Für Unterhaltung hat ein kleiner Tisch mit Telefonhörern gesorgt, an welchem Kinder eine Geschichte hören konnten.

Teilweise im Gebäude des ehemaligen Kurzwellensenders in Mamishaus

Ausgezeichnet mit dem Prix Lignum Gold im Jahr 2015

Neubau im Jahr 2015 durch das Berner Architekturbüro Patrick Thurston

Platz für 25 Postautos

Baukultur entdecken und erleben

Objekte aus dem Depot werden laufend im Museum für Kommunikation in Bern gezeigt. Führungen im Depot sind nur auf Anfrage möglich. Weitere Infos unter: mfk.ch

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