Landschaften erhalten und aufwerten

Eine intakte und funktionierende Landschaft ist wichtig für die Biodiversität. Die Schönheit charakteristischer Ecken macht einen Hügel interessant und einen Waldrand einzigartig. Die Pflege unserer Landschaft umfasst alle Massnahmen, welche die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft sowie die nachhaltige Nutzung der Naturgüter sicherstellen.

Engagement

Hilfe bieten

Die Landschaftspflege ist eine Objektbörse, an die dringend notwendige Landschaftspflegeeinsätze, z.B. auf Alpen, an Hecken, Neophytheneinsätze etc. von Landwirten oder Grundstücksbesitzern gemeldet werden können.
Ausgewählt werden die Objekte nach der Priorität des Handlungsbedarfs, z.B. gerade übernommene Alpen mit stark verwilderte Flächen, menschliche Schicksale oder nach der Warteliste in der Projektdatenbank in der Reihenfolge des Objekteingangs.

Besonders freuen wir uns über freiwillige Gruppen, z.B. Firmen, Vereine, Gruppen und Schulklassen, die sich bei uns für Freiwilligeneinsätze melden. Unser Ziel ist es, unseren freiwilligen Helfern durch ihre Mitarbeit einen faszinierenden Einblick in die harte und zeitintensive Arbeit z.B. auf den Alpen abseits vom Arbeitsalltag zu ermöglichen. Auf der anderen Seite sind z.B. die Alpverantwortlichen sehr dankbar für jedes Stück gesäuberter Kulturlandschaft. Diese Win-win-Situation verbindet Freiwillige und Nutzniesser und bewirkt grosses Verständis und Achtung füreinander. Dies ist unser ideeller Lohn.

Organisation

Was wir bieten

Der Naturpark organisiert den Einsatz und ist darum besorgt, dass alle Teilnehmenden den Einsatz mit Freude und im Rahmen ihrer Möglichkeiten leisten können und alle wohlbehalten zurückkehren können. Der Einsatz wird im Normalfall von Einsatzleitenden des Naturparks ganztägig begleitet.

Der Einsatzbetrieb bietet den Teilnehmenden einen Einblick in seine Tätigkeiten und seinen Betrieb und hilft ihnen bei den Arbeiten und leitet sie an. Im Notfall nimmt der Einsatzbetrieb eine im Vornherein besprochene Rolle ein.

Für jeden Einsatz erstellt der Naturpark ein individuelles Notfallkonzept.

Corporate Volunteering
Wir bieten auch Arbeitseinsätze für Firmen an, sogenannte Corporate Volunteering Einsätze. Corporate Volunteering kann mit „betriebliche Freiwilligenprogramme“ oder „Förderung des Mitarbeiterengagements“ übersetzt werden. Es bedeutet, dass eine Firma ihre  Personalressourcen für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellt.
Corporate Volunteering- Infos für CSR-Verantwortliche

Biodiversität & Neophyten

Fragen & Antworten

Kontakt

Förderverein Region Gantrisch
Naturpark Gantrisch
Fabian Reichenbach
Schlossgasse 13
3150 Schwarzenburg
T 031 808 00 20
fabian.reichenbach@gantrisch.ch

Gerne verweisen wir auch auf die wertvollen Aktivitäten des «Natur- und Heimatschutzes Schwarzenburgerland» www.naturschutzschwarzenburg.ch.

Flyer & Broschüren

 

Info-Broschüre “Mehr Biodiversität in unseren Gärten – mit kleinen Taten Grosses erreichen”

 


 

Flyer “Invasive Neophyten – einheimische Pflanzen in Bedrängnis”

Sicherheitshinweise

für Teilnehmende von Landschaftspflegeeinsätzen

Wir legen grossen Wert auf die Sicherheit der Teilnehmenden und erstellen für jeden Einsatz ein individuelles Sicherheitskonzept. Jede*r Einsatzleiter*in ist geschult in der Handhabung von Notfällen in einem Gruppeneinsatz.

Die Teilnehmenden haben einen Kurzbeschrieb des Einsatzes erhalten, welcher eine Notfallnummer enthält und worin auch gute körperliche Verfassung sowie Trittsicherheit als Voraussetzung verlangt wird. Sie wissen, dass die Einsätze bei jedem Wetter stattfinden, und dass sie auf eigene Verantwortung teilnehmen. Passiert etwas, wird von der Firma/der Versicherung abgeklärt, ob uns als Anbieter ein Verschulden trifft, z.B. die Nicht-Einhaltung des Sicherheitskonzepts, schlechte Information oder Nachlässigkeit vorliegt. Daher legen wir grossen Wert auf den Sicherheits-Check zu Beginn des Einsatzes (gute Schuhe, Sonnenhut, Getränk). Alkohol ist bis zum Zvieri grundsätzlich tabu.

Kommen Sie gut (aus)gerüstet

Ohne geht es nicht! Bergschuhe, Sonnenschutz, Trinkflasche

  • Wir arbeiten an steilen Hängen oder wandern zumindest ein Stück bis zum Arbeitsort durch unwegsames Gelände. Tragen Sie deshalb stabile Wanderschuhe mit langem Schaft (über den Knöchel) mit griffigem Profil. Wir behalten uns vor, Personen mit unzureichendem Schuhwerk nicht mitzunehmen. Dies aus dem Grund, dass durch Abrutschen andere Personen gefährdet werden können. Ausserdem ist es durchaus angenehmer, mit hohen Schuhen in ein Matschloch zu treten.
  • Die Sonne scheint stärker am Hang und in der Höhe. Ein Sonnenhut ist zwingend mitzubringen, Sonnenbrille und Sonnencrème nicht vergessen.
  • Bei körperlicher Anstrengung ist es wichtig, genug zu trinken. Nehmen Sie eine gefüllte Getränkeflasche (mind. 1l) mit.

Beachten Sie auch folgende Tipps:

  1. Wählen Sie der Witterung angepasste Kleidung, die schmutzig werden darf. Lange, dicke Hosen sind von Vorteil, da sie besser vor Dornen und Zecken* schützen.
  2. Kleiden Sie sich nach dem „Zwiebelprinzip“, so dass Sie jederzeit eine Schicht zu- oder ablegen können (ideal: 1. Funktionsshirt / 2. Fleece-Pullover / 3. Regendichte Jacke).
  3. Einpacken: Bei Regen halten atmungsaktive Regenhosen und Regenjacke trocken.
  4. Einpacken: Nehmen Sie bei Bedarf saubere Ersatzkleidung mit, wenn Sie sich nicht verschwitzt und schmutzig auf den Heimweg machen möchten.
  5. Einpacken: Bringen Sie Arbeitshandschuhe mit, idealerweise aus Leder (Dornenschutz). Einige Reservehandschuhe stehen bei Bedarf auch vor Ort zur Verfügung.
  6. Packen Sie Ihre Utensilien in einen kleinen, bequemen Tagesrucksack.
  7. Vergessen Sie nicht ihren Infozettel, den von der Firma oder dem Gruppenchef erhalten haben – er enthält die Mobilnummer Ihres Einsatzleiters.

Verhalten Sie sich korrekt

Wir sind partnerschaftlich unterwegs

  • Informieren Sie die Einsatzleitung oder die/den Gruppenverantwortliche*n, wenn Sie an Allergien, Asthma, Herz-/ Kreislaufproblemen oder anderen Einschränkungen leiden und nehmen Sie allenfalls ihre persönlichen Medikamente mit. Wenn etwas passiert, muss jemand wissen, wie zu reagieren ist.
  • Halten Sie sich an die Sicherheitsanweisungen und Instruktionen der Einsatzleitung, führen Sie die Arbeiten sorgfältig aus und fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist.
  • Melden Sie allfällige Verletzungen der Einsatzleitung, die immer mit einer Notfallapotheke ausgerüstet ist.
  • Bei einem Unfall: Bitte bewahren Sie Ruhe und informieren Sie die Einsatzleitung. Die Einsatzleitung koordiniert alle Rettungsmassnahmen, alarmiert die nötigen Stellen und betreut die Betroffenen. Den Anweisungen der Einsatzleitung ist unbedingt Folge zu leisten.

Gut zu Wissen

  • Toiletten gibt es meist, aber nur auf der Alp, und meist als Plumpsklo.
  • Zecken kommen in der ganzen Schweiz bis auf eine Höhe von 1500 m über Meer vor und können Krankheiten übertragen. Nach einem Aufenthalt an Orten mit möglichem Zeckenkontakt sollte der Körper noch am gleichen Tag nach Zecken abgesucht und solche sofort entfernt werden. Bei Fieber oder anderen Symptomen nach einem Zeckenstich sollte man einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Weitere Infos in der SUVA Broschüre „Vorsicht, Zecken“.
  • Unsere Einsätze verfolgen das Prinzip, so authentisch wie möglich zu sein. Bitte haben Sie Verständnis, dass es auf der Alp herzhaft und einfach zu und her geht, insbesondere bei der Verpflegung. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis, dass wir auf Spezialwünsche nur beschränkt eingehen können oder möchten.

Zu spät am Treffpunkt?

Sind Sie zu spät? Haben Sie den Anschlusszug verpasst?

Bei uns gilt der Grundsatz:  Zum Wohle der Gruppe warten wir nicht auf Verspätete. Bitte nehmen Sie ein Taxi. Je nach Einsatzort und Anreisezeit kann es Ausnahmen geben. Bitte befolgen Sie dieses Vorgehen:

1. Einsatzleitung anrufen → Sie finden die Notfall-Handynummer in Ihren Unterlagen.

Ist die Einsatzleitung nicht erreichbar? Je nach Gebiet kann es sein, dass schlechter Empfang herrscht, man sich auf der Fahrt befindet oder gerade Instruktionen gegeben werden. Gibt es eine*n Gruppenverantwortliche*n oder haben Sie die Nummer von anderen Teilnehmenden? → Anrufen und Bescheid geben. Evt. ist Einsatzleiter*in in der Nähe.

2. Falls Sie niemanden erreichen, hilft Ihnen unsere Geschäftsstelle (Naturpark Gantrisch) in Schwarzenburg unter 031 808 00 20. Sie kann Ihnen helfen, ein TAXI zu organisieren und den Anschluss an die Gruppe doch noch zu finden. Wenn Sie Glück haben, muss vielleicht gerade ein*e anderer*e Parkmitarbeiter*in ins gleiche Gebiet und kann Sie mitnehmen.

Schulen

Landschaftseinsätze für Schulen Zyklus 3

Für Klassen des Zyklus 3 besteht die Möglichkeit, einen arbeits- und erlebnisreichen Tag im Naturpark Gantrisch zu verbringen. Die Schulklassen und ihre LehrerInnen werden von Fachpersonen und Einsatzleitenden den ganzen Tag betreut, mit Informationen und Tipps versorgt.

Art der Arbeiten

  • Schwenten auf der Alp (Weiden vor dem Einwachsen bewahren)
  • Neophyten an Gewässern
  • Wanderwege erhalten, neu bauen
  • Neue Biotope, Teiche oder ähnliches anlegen
  • Holzräumungen für neue, lichte Lebensräume im Wald (mit Förster)

Typischer Tagesablauf

  • 9 Uhr Treffpunkt im Gebiet, Begrüssung von allen Verantwortlichen, Einstimmung auf den Tag
  • 9.30 – 12 Uhr Arbeitsanleitung, Material fassen, arbeiten mit kleiner Pause
  • 12 – 13 Uhr Mittagessen mit Vorstellung des Betriebs
  • 13.30 – 16 Uhr Uhr Arbeiten mit kleiner Pause
  • 16.30  Uhr Abschluss mit Inputs zum Naturpark, Verabschiedung, Rückreise

Arbeitsorte

  • Alpen im Sömmerungsgebiet Gurnigel-Gantrisch, i de Beder, Ottenleue, Schwefelberg, Hengstschlund, zwischen Sangernboden und Schwarzsee
  • Gürbe, Schwarzwasser, Sense
  • Wanderwege im ganzen Perimeter
  • Landwirtschaftsbetriebe im Perimeter
  • Wälder

Kosten

Die Landschaftseinsätze sind für Schulklassen kostenlos. Da wir bei Einsätzen Firmen und Vereine um einen freiwilligen Koordinationsbeitrag bitten, können wir Schulklassen bei den Kosten für den Transport unterstützen. Bitte fragen Sie uns danach.

In der Regel wird das Mittagessen von der Alp oder dem Betrieb als Merci offeriert.