Rücksicht beim Fliegen mit Drohnen

Warum können Drohnen Vögel und andere Wildtiere stören?

Drohnen werden immer häufiger und zu vielerlei Zwecken eingesetzt, und sie dringen auch in Gebiete ein, welche bisher wenig oder gar nicht durch Störungen beeinträchtigt waren. Vögel und andere Wildtiere können Drohnen als Bedrohung wahrnehmen, was zu Stress führt, sie in die Flucht treibt oder zu Angriffen provoziert. Das ist eine Belastung für die Tiere und kann das Überleben und den Fortpflanzungserfolg beeinträchtigen. Mit Rücksicht und dem Einhalten der im folgenden Merkblatt aufgeführten Regeln können Pilot*innen von Drohnen Störungen vermeiden und so den Stress für Vögel und andere Wildtiere verringern: Flyer “Rücksicht beim Fliegen mit Drohnen”.

So können Sie als Drohnenpilot*in Störungen von Vögeln und anderen Wildtieren vermeiden


Orte mit wenig Störpotenzial auswählen

  • Übersichtliche Orte, wenn keine Vögel und andere Wildtiere zu sehen sind.
  • Siedlungsgebiete ohne Menschenansammlungen.


Rücksichtsvoll fliegen

  • Wildtiere nicht direkt anfliegen und nicht verfolgen. Flug sofort abbrechen, falls Tiere eine Reaktion zeigen.
  • Flug sofort abbrechen, wenn Raben- oder Greifvögel heranfliegen oder Drohne angreifen. Die Drohne wird als Bedrohung wahrgenommen.


Flüge in sensiblen Gebieten vermeiden

  • Wenn sich Schwärme von Wasservögeln oder Gruppen von Wildtieren in Sichtbereich befinden. Wenn ein Vogel flieht, fliegt oft der ganze Schwarm auf.
  • Im Bereich von Felswänden sowie über Hecken und Schilfflächen mit genügend Abstand fliegen. Hier leben störungsanfällige Vögel und andere Wildtiere, die bereits auf grosse Distanz empfindlich reagieren.


Flüge in Naturschutzgebieten, Wildruhezonen und Wasser- und Zugvogelschutzgebieten sowie deren Umgebung unterlassen

Drohnenflüge sind in diesen Gebieten verboten:

  • In Naturschutzgebieten und Wildruhezonen sowie deren Umgebung.
  • In Wasser- und Zugvogelreservaten sowie in eidgenössischen Jagdbanngebieten.

 

Weiterführende Informationen
  • Bei Fragen zur nationalen Rechtsgrundlage gibt das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL gerne Auskunft. Es informiert mit einer online-Karte über nationale Flugverbotszonen: www.bazl.admin.ch.
  • Für Android ist die App «Drone Maps» im Play Store verfügbar. Darin werden Schutzgebiete abgebildet.
  • Auf map.geo.admin lassen sich die Schutzgebiete (Suche nach Naturschutzgebiet, Wildruhezone & Jadgbanngebiet, Wasser- und Zugvogelschutzgebiet) und Flugverbotszonen ebenfalls anzeigen.
  • Bei Fragen geben die kantonalen Jagdverwaltungen (www.kwl-cfp.ch/de/adressverzeichnis) und die kantonalen Naturschutzfachstellen (www.kbnl.ch) gerne Auskunft.
  • Die Kantone können Gebiete mit Flugverboten ausweisen.


Auf der Website www.safedroneflying.aero werden Drohnenpilot*innen direkt auf das Thema aufmerksam gemacht und für die Vermeidung von Störungen sensibilisiert. Der Schweizerische Verband ziviler Drohnen hat die Regelungen für seine Mitglieder verbindlich eingeführt.

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