Einzigartige Landschaften entdecken

Auen, Wildbäche, tiefe Schluchten oder kleine Seen, die Gewässerlandschaft im Naturpark Gantrisch ist vielfältig. Viel zu sehen gibt es aber auch in der Moorlandschaft Gantrisch-Gurnigel, welcher in der Schweiz eine besondere Bedeutung zukommt. Die schroffen Berge der Voralpenkette werden immer wieder von dichten Wäldern und saftigen Alpweiden unterbrochen und laufen zu sanften Hügeln im Berner Mittelland aus. Die Landschaften im Gantrischgebiet sind wirklich einzigartig.

MOORLANDSCHAFT

Die Moorlandschaft Gurnigel – Gantrisch ist eine der besonderen Naturperlen des Naturpark Gantrisch. Sie ist eine der grössten „Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung“ der Schweiz. Moore sind nasse, nährstoffarme und saure Lebensräume. Nur sehr robuste und genügsame Pflanzen und Tiere können unter diesen Bedingungen leben, ihre speziellen Farben und Formen prägen die Landschaft. In der Schweiz existieren nur noch 10% der ursprünglichen Moore und auch diese sind gefährdet. Verhalten Sie sich angemessen. Bleiben Sie auf den bezeichneten Wegen. Wir danken Ihnen.

Besucherinformation Moorlandschaft als PDF

Alpspiegel

Um die langfristige Erhaltung der Charakteristika der Moorlandschaft sicherzustellen, wurden als Grundlage sogenannte Alpspiegel erstellt. Mittels Interviews mit den Alpverantwortlichen wurde der Ist-Zustand, die Freuden und Sorgen der Bewirtschafter sowie der Handlungsbedarf in der Moorlandschaft erfasst, um den Fortbestand der Moorlandschaft Gurnigel – Gantrisch langfristig zu sichern. Einerseits ist es ein Arbeitsinstrument, um neue Freiwilligeneinsätze zur Unterstützung der Alpverantwortlichen zu planen.

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, bevor sie in den Gantrisch fahren. Wichtige Tipps zur Anreise mit dem öV, zum Parkieren, über Wanderrouten, Buvetten, Gastronomie, feine Alpspezialitäten u.v.m. finden sie auf der Website www.alpspiegel.ch

Flachmoore

Wenn der Boden unter den Füssen weicher wird und wir uns plötzlich von sattgrünen, kräftigen Binsen + Seggen umgeben sehen, stehen wir wahrscheinlich am Rand eines Flachmoores. Blauer Lungen-Enzian und Weisser Sumpfwurz, in höheren Lagen Moorenzian und Studentenröschen sind neben den zahlreichen Seggenarten typische Vertreter der Flachmoorvegetation. Sie gedeiht auf nassem, nährstoffarmem Boden. Flachmoore werden nur schwach genutzt, sei es als Weiden für Rinder oder als Lieferanten von Streu. Nährstoffarme Flächen wie die Flachmoore sind heute allgemein bedroht. Daher erhalten die verbliebenen Flächen eine wachsende Bedeutung als Refugium einer spezialisierten und vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Die Flachmoore gehören zur jeweiligen Alp und werden unter Auflagen gegen Entschädigung bewirtschaftet. Sie bringen wenig Ertrag, sind aber sehr arbeitsintensiv, da sie regelmässig von kleinen Tannen, Erlen und Weiden gesäubert werden müssen.

Hochmoore

Hochmoore sind natürliche Lebensräume, die bereits seit Jahrhunderten bestehen. Besonders im Herbst zeigen die Hochmoore ihre charakteristische gelbrote Farbenpracht.

Hochmoore bestehen aus einem Mosaik von Moospolstern (Bulten) und wasserhaltigen Senken und werden v.a. von Torfmoosen aufgebaut. Abgestorbene Pflanzen zersetzen sich hier nicht. Sie wandeln sich in Torf, der sich über Jahrtausende aufschichtet. Sobald die Pflanzen, die auf dieser aufgewölbten Torflinse leben, den Kontakt zum Grundwasser verloren haben, entsteht das einzigartige und nur durch Regenwasser gespeiste System des Hochmoors. Im Hochmoor leben spezialisierte Pflanzen wie Rosmarinheide, Moosbeere, Torfmoose oder Sonnentau, die nur sehr geringe Nährstoffmengen benötigen. Meist genügt, was der Regen dem Moor zuführt. Die Tierarten, die im Hochmoor ihren Lebensraum haben, zum Beispiel der Schmetterling «Hochmoorperlmutterfalter» sind sehr selten geworden. Wegen der speziellen Lebensbedingungen im Hochmoor können die gefährdeten Moorbewohner nicht in andere Biotope ausweichen. Die grossen Hochmoorbiotope sind als Naturschutzgebiete ausgeschieden und gekennzeichnet. Sie sind von der Beweidung ausgeschlossen, denn Hochmoore sind stark trittempfindlich. Es entstünden irreparable Schäden. Vertraglich gesicherte Nährstoffpufferzonen verhindern, dass nährstoffreiches Wasser ins Hochmoor gelangt.

WASSER

Die grosse Herausforderung für eine Naturpark-Region besteht heute darin, Schutz- und Nutzungsinteressen situationsgerecht in Einklang zu bringen. Für unsere Gewässer bedeutet dies den Flüssen und Bächen mehr Raum zu geben, Ufer und Sohle naturgerecht auszugestalten und gleichzeitig effiziente Kläranlagen zu bauen.

Einwohner und Besucher schätzen die naturnah belassenen oder gestalteten Ufer in ihre Freizeit. Revitalisierte Bäche und Flüsse bilden artenreiche Ökosysteme, die unterschiedliche Lebensräume von Tieren und Pflanzen vernetzen. In unserer Region sind sie sehr stark prägende Landschaftselemente, wichtige Quellen unserer Trinkwasserversorgung und nicht zuletzt verringern sie Hochwasserschäden.

Lesen Sie hier, wie Sie sich im Naturschutzgebiet Sense-Schwarzwasser korrekt verhalten ohne dass dabei Ihr Naturgenuss zu kurz kommt. Sense_Schwarzwasser_Naherholung

Trinkwasser Gantrisch

Das Trinkwasser im Naturpark Gantrisch sprudelt zu 90% aus Quellwasserfassungen und ist daher ein wertvolles Naturprodukt. Es verursacht zudem weniger als 1% der Umweltbelastung von Mineralwasser aus Flaschen und leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit.

Gemeinsam mit dem Wohnheim Riggisberg und der Nathalie Stiftung in Wattenwil engagiert sich der Naturpark Gantrisch für die Sensibilisierung im Umgang mit Wasser. Wir möchten die Bevölkerung motivieren, das Trinkwasser aus den Quellen direkt aus dem Hahn oder Brunnen zu konsumieren, um den Durst zu stillen. Die extra dafür gefertigten Trinkflaschen können Sie hier bestellen.

WALD

Im Naturpark Gantrisch wollen wir einen naturnahen, reich strukturierten und gesunden Wald. Der Wald soll auf lange Sicht vielseitig genutzt werden und den Bedürfnissen der ansässigen Bevölkerung entsprechen. Dazu gehört auch eine gesunde Waldwirtschaft mit nutzungsorientierter Abgeltung von Waldleistungen.

Waldfägz (Im Wald fägts - Facts zum Wald)

Sie stehen im Wald, schauen sich um – was sehen Sie? Bäume, Sonne, Moos, Sträucher, … ? Auf den ersten Blick ist der Wald ein wunderbarer Raum zum Erholen – frische Luft, lebendiger Boden, das Rauschen der Bäume. Während wir abschalten können, wird um uns herum lautlos Trinkwasser, Holz und Luft produziert. Genauso wie der Wald bei einem Besuch belebt und erfrischt, ist er vielen Menschen seit jeher eine Lebensgrundlage. Im Naturpark Gantrisch wollen wir einen gesunden und reich strukturierten Wald. Er soll breit genutzt werden und der einheimischen Flora und Fauna vielseitigen Lebensraum bieten. Wir setzen uns dafür ein.

Laden Sie hier das gemeinsame Leitbild „Nachhaltige Waldentwicklung“ des Fördervereins Region Gantrisch, des Waldbesitzerverbandes und der IBS-Kommission herunter.

Das Faktenblatt „Waldfägz“ enthält die wichtigsten Punkte aus dem Leitbild sowie Verhaltenshinweise für den Waldaufenthalt.

Baumpatenschaften

Baumpatinnen und Baumpaten gesucht!

Werden Sie Baumpate und helfen Sie mit, besondere Bäume im Naturpark Gantrisch zu erhalten.
Als Pate oder Patin eines besonderen Baumes ermöglichen Sie dessen Erhaltung über eine bestimmte Zeitdauer (i.d.R. 20 Jahre). Ihr Beitrag ermöglicht den Ausschluss des Baumes von der Nutzung ohne Einbusse für den Waldbesitzer (70% des Patenschafts-Betrages). Mit den restlichen 30% unterstützen Sie Waldförderungsprojekte im Naturpark Gantrisch.

Wieso eine Baumpatenschaft?

Mit dem Baumpatenschaftsprogramm will der Naturpark Gantrisch die persönliche Beziehung zum Wald fördern und die Aufwertung des Waldes ermöglichen. Alte Bäume mit toten Ästen, Rissen, Moos- und Flechtenbewuchs sind wichtige Lebensräume für viele Arten. Für den Waldbesitzer bedeutet das Stehenlassen dieser Bäume aber eine wirtschaftliche Einbusse. Als Pate oder Patin  ermöglichen Sie die Erhaltung eines solchen ökologisch wertvollen Baumes und dem Waldbesitzer den Wald ohne wirtschaftliche Einbusse aufzuwerten.

Was beinhaltet eine Baumpatenschaft?

Die Höhe des Patenschaftsbetrags richtet sich nach drei Kategorien, in welche die Bäume eingeteilt werden. Die Einteilung erfolgt u.a. nach folgenden Kriterien: Durchmesser, Alter, Baumart, besonderes Aussehen. Die Kosten liegen zwischen 1500 und 3500 Franken. Die Verleihung der Patenschaft erfolgt in einem feierlichen Rahmen am Standort des Baumes und Sie dürfen „Ihren“ Baum natürlich jederzeit besuchen.

Das wäre auch ein Firmengeschenk an Ihre Mitarbeiter! Machen Sie mit Ihrer Belegschaft einen Ausflug zu Ihrem Patenbaum, lassen Sie sich die Waldwelt von einem Forstkenner erklären und entdecken Sie dabei den Naturpark!

Im Shop können Sie sich über das Kontaktformular für eine Baumpatenschaft anmelden.

Weihnachtsbäume

Verkaufen Sie Weihnachtsbäume?

Ab November publizieren wir die Verkäufer und Verkaufsorte von einheimischen Weihnachtsbäumen aus dem Naturpark. Wir fördern damit die Berücksichtigung von lokalen Anbietern. Die Publikation ist für die Anbieter kostenlos.

Melden Sie sich via Talon, Telefon 031 808 00 20 oder Mail an info@gantrisch.ch bis 1. Oktober beim Naturpark.

Talon zum Ausdrucken

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