Mobilität unter der Lupe

Die Mobilität verursacht im Gantrischgebiet gemäss einer Studie der Universität Bern die grössten CO2-Emissionen. Gründe dafür sind, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung nie den öffentlichen Verkehr nutzt, 84% regelmässig mit dem Auto unterwegs sind und dass der Anteil der Elektro- und Hybridfahrzeuge lediglich 4% ausmacht. Damit wir bereit sind, unseren Ressourcenverbrauch zu verringern, braucht es laut dem Forschungsteam vor allem Lösungen, die ökologisch sind und zugleich die eigene Lebensqualität verbessern. Sogenannte Win-win-Situationen also für Umwelt und Zufriedenheit. Wählen wir zum Beispiel als Verkehrsmittel das Velo, so verringern wir nicht nur unsere CO2-Emissionen, sondern tun durch die Bewegung auch Gutes für unsere Gesundheit. Entscheiden wir uns für eine Feriendestination im näheren Umkreis, können wir nicht nur mit dem viel ökologischeren Zug anstelle des Flugzeugs anreisen, sondern wir erleben durch das langsamere Reisen die Landschaft intensiver, können Orte schrittweise entdecken und haben keinen Stress beim Check-in. Die Wahl des Verkehrsmittels spielt eine entscheidende Rolle. Fahren wir zum Beispiel zum Einkaufen mit dem SUV, verursachen wir 3 mal mehr CO2-Emissionen als mit einem PKW. Ein E-Auto würde 30 mal weniger Emissionen verursachen, ein E-Bike sogar 300 mal weniger.

Quelle: Wiesli et al. 2020, Lebensqualität im Kontext nachhaltiger Entwicklung Studie der Universität Bern, CDE

Quelle: Institut für Wirkungsforschung & Entwicklung, Bregenz, Initiative «Ein guter Tag hat 100 Punkte»  www.eingutertag.org


Claudia Vonlanthen
Naturpark Gantrisch, Projektleiterin Wissen

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