Innovationspreis – Ökologie

Messerli’s Bio-Obst. Marco Messerli gewann den diesjährigen Innovationspreis des Naturparks Gantrisch in der Kategorie Ökologie. Mit dem Preis wird das Gesamtkonzept des Biohofs Messerli gewürdigt, der heute mit 15 000 Obstbäumen der grösste Bio-Obstproduzent im Kanton Bern ist. Wer mit Marco spricht, merkt rasch, dass für ihn Kooperation – in verschiedenster Form – der Schlüssel zum Erfolg ist.

Kooperation der Generationen

Marco Messerli war 20-jährig, als er und sein Vater Paul 2015 eine Generationengemeinschaft gründeten. Der Junglandwirt war seinem Vater dauernd mit Ideen in den Ohren gelegen, was man alles anders machen könnte. Paul stimmte schliesslich zu, aber unter der Bedingung, gemeinsam die Verantwortung zu tragen. Für Marco gibt es bis heute nichts Schöneres als die Zusammenarbeit mit den Eltern, die seine grössten Vorbilder sind. «Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen in der heutigen Landwirtschaft meistern», meint Marco. «Was es braucht, sind Vertrauen, Respekt und Toleranz, und zwar von beiden Generationen.»

Kooperation in der Familie.
Kooperation in der Familie.

Kooperation mit der Natur

«Als Biolandwirt muss ich mit der Pflanze mitdenken und vorausschauend planen, wie ich sie am besten unterstützen kann, je nach Bodenbeschaffenheit, Wetter und Schädlingsdruck.» Marco Messerli erklärt mit Begeisterung, wie Biolandbau funktioniert. Es ist eine Kooperation mit der Natur, mit dem Einsatz natürlicher Mittel. Marco und sein Vater sind beide Tüftler: ständig daran, Neues auszuprobieren und ihren Betrieb weiterzuentwickeln. Dabei betont Marco, dass Fortschritt und Weiterentwicklung nicht ohne Partner möglich wären.

Kooperation mit anderen Betrieben

Messerlis pflegen einen intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch mit anderen Obstproduzenten. Auch die Zusammenarbeit mit der Biobaumschule in Noflen ist zentral: Sie liefert die Jungpflanzen, die optimal an die Boden- und Klimabedingungen in der Weiermatt angepasst sind. Und wichtige Partner sind natürlich die Gemüse- und Marktfahrbetriebe, die Messerli’s Bio-Obst auf den Märkten und in Läden von Thun bis Bern verkaufen. Im Gegenzug verkauft Marco Messerli deren Gemüse im eigenen Hofladen in Belp.

Kooperation mit Konsumenten

Der Hofladen – und überhaupt der direkte Kontakt mit den Konsumenten – liegt Marco Messerli am Herzen. Er ist überzeugt, dass im Austausch mit Menschen aus städtischen Gebieten der Schlüssel für die erfolgreiche Zukunft der Landwirtschaft liegt. «Wenn wir wollen, dass die Menschen aus der Stadt die ländlichen Gebiete unterstützen und unsere Produkte kaufen, müssen wir auf sie zugehen.

Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Stadt aufs Land zu holen.» Messerlis riefen deshalb ein «Apfelleasing» ins Leben: Kunden können einen Apfelbaum «leasen» und erhalten im Gegenzug jedes Jahr dessen Äpfel. Sie sind zudem eingeladen, den Baum auf dem Betrieb zu besuchen, und sie erhalten regelmässig Infos via Newsletter.

Der junge Landwirt blickt positiv in die Zukunft: «Wir werden uns weiter spezialisieren und mit modernsten Methoden qualitativ hochstehende Produkte herstellen.» Marco Messerli ist zuversichtlich, dass sie so das Ansehen der Landwirtschaft bei der Bevölkerung erhalten und sogar verbessern werden.

Mehr zum Innovationspreis und zu den regionalen Produkten.

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