Innovationsanlass 2018

Glückliche Gewinner am Innovationanlass Gantrisch

Ein Rahmenprogramm voller Highlights

Die Alti Moschti in Mühlethurnen platzte am Dienstagabend beinahe aus allen Nähten, aber nicht (nur) wegen eines besonderen Konzerts. Am Innovationsanlass 2018 wurden die Gewinner der Innovationspreise Gantrisch ausgezeichnet und alle Finalisten für ihre ausserordentlichen Leistungen geehrt. «Heute Abend würdigen wir alle Personen, die mit sehr viel Herzblut ihre Ideen verfolgen und umsetzen» begrüsst Christoph Kauz, Geschäftsführer des Naturparks Gantrisch, die Anwesenden. «Mit dem Projekt Parkinnovationen sollen Innovationen aus der Region gefördert und bekannt gemacht werden und eine Plattform für den Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bieten», führte Kauz weiter aus.

Anschliessend durften einige Musikstücke genossen werden, gespielt auf traditionellen rumänischen Flöten von Ana Oltean Zehnder vom Festival klangantrisch. Sie erklärte wie innovativ die damaligen Instrumentenbauer beim Erfinden neuer Techniken waren und bot einen angenehmen Einstieg ins Abendprogramm.

Eines der Highlights des Abends folgte sogleich. Stefan Heuss, der Erfinder bekannt aus der Sendung Giaccobo/Müller, stellte dem Publikum einige seiner Innovationen vor. Als Profi war er bestens auf die Gegebenheiten eines Naturparks eingestellt und präsentierte gleich seinen ökologischen Raumduftspray. Eine mögliche Naturpark-Erweiterung wäre eine Füllung aus Waldboden und Tannennadeln die nach Gantrisch-Wald duftet. Heuss beliess es nicht nur bei einer Erfindung. Besonders die Nächste, der Sparkragen, kam bei den Anwesenden gut an, ist er doch das perfekte Hilfsmittel für den anschliessenden Gantrisch-Apéro! Doch auch für Outdoor-Begeisterte hatte Heuss etwas auf Lager und stellte zu guter Letzt seinen Bratwurst-Niedergarer mit praktischen Zusatzfunktionen vor.

Die Gewinner der jeweiligen Kategorien

Die Hauptakteure des Abends waren aber zweifelsohne die Finalisten in den 3 Kategorien Ökologie, Gesellschaft und Zukunft. Insgesamt wurden rund 30 Bewerbungen eingereicht, was es der Jury nicht einfach machte, die besten Projekte auszuwählen. Die Gewinner der jeweiligen Kategorie wurden erst am Abend bekannt gegeben, womit die Spannung garantiert war.

Nominiert in der Kategorie Ökologie waren Marco Messerli von Messerli’s Bio Obst in Kirchdorf, Christian Bonauer von der Gantrisch Wollkarderei Bonauer in Guggisberg und Christoph Zimmermann von der Gasser-Balsiger AG in Gelterfingen. Sie alle setzen das Thema Ökologie in der gesamten Servicekette vorbildlich um und wurden auch für ihre zukunftsgerichtete Sichtweise geehrt. Als Sieger dieser Kategorie wurde der Familienbetrieb Messerli’s Bio Obst ausgezeichnet.

«Sie haben erkannt, dass bei den heutigen Konsumenten die Angst vor Pestiziden und Giften ein Topthema ist und haben durch Anpassung ihrer Produktion diesem Anliegen Rechnung getragen und diese gewissenhaft umgesetzt » führte Jurymitglied Peter Michel von be-advanced die Wahl aus.

Die Endauswahl in der Kategorie Gesellschaft bestand aus Thomas Marti & Hanspeter Gloor mit dem Festival «klangantrisch» in Riggisberg, Carmen Bezençon mit der «Schaumühle» in Forst-Längenbühl und Therese Schweizer mit den Strickerinnen aus Rüschegg. Alle Finalisten leisten aussergewöhnliches für die Gesellschaft, sei dies durch Musik oder verbunden mit traditionellem Handwerk. Gewonnen in dieser Kategorie hat die Dittligmühle mit dem Projekt «Mahl-Zeit Schaumühle». Jurymitglied Claudia Bommer von der Regionalkonferenz Bern-Mittelland begründete den Entscheid mit löblichen Worten.

«Die Kombination von Wissensvermittlung, Kultur und regionalen Produkten in Zusammenhang mit Mehl und Korn ist in dieser Form einzigartig und hat den Ausschlag gegeben, der Dittligmühle den Innovationspreis zu verleihen».

Die Kategorie Zukunft steht für Innovationen, von jungen Menschen, die etwas Bemerkenswertes geleistet haben, z. B. in Lehre oder Studium. Nominiert waren Alex Baechler mit dem komprimierbaren Abfalleimer Prezit aus Plaffeien, Nico Muhmenthaler, Luca Oberli und Coach Julia Kalenberg von der Hüttengemeinschaft Köniz mit dem Berghaus Grön und Severin Schwander mit seiner Fleischpasteten-Kreation aus Riggisberg, welchen die Jury als Sieger auserkoren hat. Markus Sohn von der Wirtschafts-Vision Gantrisch erklärte, was die Jury von Severin Schwander überzeugt hat

«Es ist die akribische Arbeit dieses jungen Mannes auf ein bestimmtes Ziel hin und die Kreation eines Produktes, welches das Label Gantrisch über die Region hinausträgt».

Die geehrten Projekte und Gewinner in den jeweiligen Kategorien waren beim anschliessenden Gantrisch-Apéro in aller Munde. Beim Netzwerken wurden mit den Finalisten bereits schon neue Geschäftsideen erschaffen und Gratulationen in alle Richtungen ausgeteilt. «Es war ein hochspannender Abend und zeigt wieder einmal mehr die unglaubliche Vielfalt in unserer Region.» fasste eine begeisterte Besucherin zusammen.

Die Gewinner je Kategorie sind:
  • Ökologie: Marco Messerli von Messerli’s Bio-Obst Kirchdorf
  • Gesellschaft: Carmen Bezençon von der Dittligmühle Forst-Längenbühl mit dem Projekt «Mahl-Zeit Schaumühle»
  • Zukunft: Severin Schwander von der Metzgerei Schwander Riggisberg mit seiner Fleischpastete

 

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