Holz – eine vielfältig nutzbare Ressource

In unserer Newsbeitrags-Reihe zum Thema Wald im Naturpark Gantrisch möchten wir Ihnen den Wald als wichtigen und faszinierenden Lebens-, Erholungs- und Wirtschaftsraum näherbringen. In diesem Beitrag widmen wir uns der nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

Wofür werden die Bäume gebraucht, die in der Schweiz gefällt werden?
Im Jahr 2017 wurden in den Schweizer Wäldern 4.69 Millionen Kubikmeter Holz geerntet. (Quelle: Jahrbuch Wald und Holz 2018, BAFU) Mehr als die Hälfte der gefällten Bäume werden als hochwertiges Rundholz genutzt, das heisst, daraus entstehen Balken, Bretter und Furniere oder Sperrholz. Diese Hölzer werden vor allem zum Bau von Häusern und Möbeln verwendet. Holz aus schlechterer Qualität, also dünnere oder beschädigte Stämme und Äste, werden als Energieholz oder als Industrieholz gebraucht. Für die energetische Nutzung wird dieses Holz als Stückholz, als Hackschnitzel für grosse Heizungsanlagen oder als Pellets aufgearbeitet. Das Industrieholz wird mechanisch zerkleinert oder chemisch aufbereitet. Dabei entstehen oft sehr kleine Teilchen aus den grossen Bäumen. Dieses Material dient als Rohstoff für Span- und Faserplatten, Holzwolle oder viele andere Produkte, darunter auch Zellstoff, den man z.B. benötigt, um Papier zu erzeugen. (Quelle: WSL)

Holz als CO2–neutraler Energielieferant?
Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus eines Baumes von der Keimung des Sämlings bis zur vollständigen Zersetzung des abgestorbenen Holzes, nehmen Bäume gleich viel CO2 auf wie sie abgeben. Das Gleiche gilt, wenn der Baum gefällt und sein Holz verbrannt wird, zum Beispiel um zu heizen. Auch hierbei nimmt der Baum während des Wachstums gleich viel CO2 auf wie durch die Verbrennung freigesetzt wird. Holz wird daher auch als CO2-neutraler Rohstoff oder Energielieferant bezeichnet. Mit ihm werden andere, fossile, Brennstoffe wie Erdöl oder Erdgas, eingespart. Damit das  Holz CO2-neutral bleibt, ist wichtig, dass wir immer nur so viel Holz fällen, wie im Wald nachwachsen kann. Diese Form der Holznutzung bezeichnet man als nachhaltige Waldwirtschaft.

Nachhaltige Holznutzung
Die Waldbewirtschaftung im Naturpark Gantrisch ist dem Nachhaltigkeitsprinzip verpflichtet: Die Waldfläche soll in ihrer Ausdehnung, Qualität und Verteilung erhalten bleiben, gleichzeitig ist der Waldaufbau naturnah zu gestalten. In den Berner Ge­meinden werden jährlich rund 90’000 m3 Holz genutzt. Diese Holznutzungsmenge entspricht nur circa 70-80% vom Zuwachs, d.h., dass der Holzvorrat entsprechend weiter gestiegen ist.  Somit besteht auch bei grösseren Holzschlägen kein Grund zur Besorgnis, denn diese geschehen oft, um den Wald zu verjüngen. (Quelle: FRG)

 

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