Gantrisch-Parking startet im August

Die Umsetzung der Parkplatzbewirtschaftung auf dem Gurnigel startet am 2. August 2019. Gegen die Baugesuche sind keine Einsprachen eingegangen und ab August ist das Parkieren auf den gekennzeichneten Parkplätzen im Gurnigelgebiet gebührenpflichtig.

Keine Einsprachen

Bis Anfang Juni lagen die Baugesuche für die Parkplätze in Rüeggisberg und Rüschegg auf, es sind keine Einsprachen eingegangen, allerdings ist das Genehmigungsverfahren für einige Parkplätze noch nicht abgeschlossen. Die Gesuche umfassten in beiden Gemeinden rund 1000 Parkplätze in zwölf Zonen. «Wir sind froh, dass wir nun vorwärts machen und noch diesen Sommer starten können», erklärt Christine Jenni, Gemeinderätin von Rüeggisberg und Präsidentin des Vereins Gantrisch-Parking.

Nun werden die Ticketautomaten aufgestellt, damit am 2. August alles bereit ist. Ab dann gilt die Gebührenpflicht auf den gekennzeichneten Parkplätzen. «Da es wenig Vergleichsmaterial gibt, sehen wir allfälligen Kinderkrankheiten gelassen entgegen», sagt Jenni, man müsse zuerst Erfahrungswerte sammeln.

Seit vielen Jahren ist die Parkplatzsituation im Gurnigelgebiet an schönen Tagen prekär, im Sommer wie im Winter. «Oft kam weder das Postauto noch die Ambulanz durch, da auf beiden Seiten der Strasse parkiert wurde und teilweise standen Autos sogar im Halteverbot.» erklärt Christine Jenni.

Maximal Fünf Franken pro Tag

Die Parkgebühr beträgt pro Stunde einen, maximal fünf Franken pro Tag. Bezahlt werden kann via Ticketautomat, über die App SEPP (Download im Android und iOS Store) oder es können auch Saison- und Dauerbewilligungen gelöst werden. «Im Gegensatz zu den Tagestickets erhalten die Einwohner der beiden Gemeinden die Parkkarten vergünstigt.», so Christine Jenni.

Mit den Einnahmen aus Tickets, Dauerbewilligungen und Bussen finanziert der Verein als erstes den Aufwand für Personal und Infrastruktur. «Während wir die Ausgaben gut kalkulieren können, fehlen uns bei den Einnahmen die Erfahrungswerte», so Jenni. Im Gegensatz zu Parkplätzen im Siedlungsgebiet sei die Belegung der Parkfelder im Herzen des Naturparks Gantrisch stark tages- und wetterabhängig. «Ob ein Jahr schön oder verregnet ausfällt, kann deshalb viel ausmachen.» Weiter fügt sie an, das Ziel sei ganz klar, die Ausgaben für Unterhalt und Räumung zu decken und erstmals keine Gewinne zu erwirtschaften sondern die Investitionen zu decken.

Fakten zur Parkplatzbewirtschaftung

+ Die Parkplatzbewirtschaftung umfasst 1150 Parkplätze. Sie liegen zwischen der Stierenhütte und der Unteren Gantrischhütte, auf den drei Panzerplatten sowie zwischen Süftenen und Schwarzenbühl. Dort entsteht zudem ein Winterparkplatz, während die Gebiete Süftenen, Schutzhütte sowie die obere Panzerplatte im Türliböden im Winter nicht bewirtschaftet werden.

+ Die Parkplätze sind zwischen 08.00 – 22.00 Uhr während des ganzen Jahres gebührenpflichtig.

+ Die Parkgebühren werden mittels Ticketautomaten, SEPP App auf dem Smartphone, Saison- oder Jahresbewilligungen erhoben.

+ Beim App und den Saison- bzw. Jahresbewilligungen muss kein Ticket im Auto hinterlegt werden, diese werden elektronisch mit der Autonummer abgeglichen.

+ Die Parkgebühr beträgt Fr. 1.- pro Stunde und Max. Fr. 5.- am Tag

+ Eine Saisonbewilligung (Winter/Sommer) kostet Fr. 40.-, eine Jahresbewilligung Fr. 60.- wobei die Einwohner der Gemeinden Rüeggisberg und Rüschegg die Möglichkeit haben, eine vergünstigte Bewilligung zu beziehen.

+ Die maximale Parkdauer pro Aufenthalt ist auf 8 Tage beschränkt. Die Dauerbewilligungen können auf den Gemeindeverwaltungen Rüeggisberg und Rüschegg gelöst werden.

+ Die Gebührenpflicht gilt nicht für Motorräder, Fahrräder und Lieferfahrzeuge bei Anlieferung.

Weitere Infos auf der Website www.gantrischparking.ch

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