Sagen

Sagenhafter Naturpark Gantrisch

Das Land am Fuss der Gantrischkette hat einen urwüchsigen und verwunschenen Charakter. Es gehört zu den ursprünglichsten Regionen der Schweiz und strahlt allein für sich etwas Sagenhaftes aus. Die verwinkelte Landschaft ist geprägt von imposanten Schluchten, gewellten Hügelketten, dicht bewaldeten Höhenzügen und der markanten Gipfelsilhouette der Kalkberge um den Gantrisch selbst, das Wahrzeichen der Region. Eine wahre Schatzkammer an Sagengeschichten hat sich hier aus längst vergangenen Zeiten erhalten und raunt dem Wanderer einladend zu, abseits gewohnter Pfade den magischen Dimensionen der Wirklichkeit nachzuspüren.

Die überlieferten Sagen erzählen aus den Tagen, als noch die Feenkönigin Helva alles Leben über und unter der Erde hütete und am Helisee das Schicksalsnetz spann. Wenn wir ihrer Kunde aus uralten Zeiten lauschen, beginnt unwillkürlich der Wind in den hohen Tannen zu brausen und berichtet vom grimmigen Reiter Türst und der Wilden Jagd. In geheimnisvollem Flüsterton hören wir von der Hilfsbereitschaft der Zwerge unter dem Berg. Vom kühnen Witz schlauer Bauernburschen und vom tolldreisten Aberwitz hochmütiger Sennen. Von suchenden Rittern und frevelnden Jägern. Da ist die Rede von verborgenen Schätzen, die sich nur zu bestimmten Zeiten im Jahreslauf offenbaren und von schlummernden Mächten, deren Zorn man tunlichst nicht herausfordern sollte. Wer war die weisse Schlange mit dem Silberkrönlein? Und wie kam der Schwarzsee in die Landschaft? Die alten Geschichten erzählen vom uralten Bund zwischen Mensch und Natur. Und wie er durch Habgier und mangelnde Demut letztlich zerbrochen wurde.